Roboterfische sind auf der ganzen Welt unterwegs

  • 2019

PNNL

Die sogenannten "Sensorfische" von Robotern messen und sammeln seit Jahren Daten über tatsächliche Fische. Entwickelt von den USADepartment of Energy (DoE), werden sie jetzt weltweit verkauft, um Staudämme zu erschließen, die ihre Beziehung zu dem Ökosystem, in dem sie leben, besser verstehen wollen.

Die Sensorfische wurden zuerst vom Pacific Northwest National Laboratory (PNNL) des DoE gebaut und sind 3,5 Zoll lang. Das ist etwa so groß wie ein größerer Lachs Smolt, die jugendliche Phase eines Fisches, in der sie ihre erste Reise von Süßwasserströmen in den Ozean beginnen. Obwohl sie nicht wie Fische aussehen, haben die Sensorfische die gleiche Größe wie viele Lachse, wenn sie zum ersten Mal auf Staudämme stoßen.

Während jeder Sensorfisch normalerweise weniger als zwei Minuten benötigt, um den Damm zu passieren, werden in dieser Zeit etwa 2.000 Messungen pro Sekunde durchgeführt. Das sind entscheidende Daten für die Zukunft der Wasserkraft.

"Die überwiegende Mehrheit des durch die Turbinen passierenden Junglachses und Steelheads überlebt im Columbia River Basin ohne Verletzungen", sagt Daniel Deng, ein Laborant bei PNNL, in einer Presseerklärung. "Trotzdem möchten wir mehr über die Verletzungen und Sterblichkeit erfahren, die durch abrupte Druckänderungen in Dammturbinenkammern auftreten. Der Sensor Fish liefert Informationen, die Ingenieuren helfen, in Zukunft weitere fischfreundlichere Turbinen zu entwickeln."

Nachdem sich ein Sensorfisch durch einen Damm bewegt hat, setzt ein automatisches Abrufsystem in Bewegung. Dank LED-Leuchten und Funksignalen kann der Sensor leicht von Booten erfasst werden, die auf der anderen Seite des Damms warten.

In Zusammenarbeit mit Advanced Telemetry Systems (ATS), einem privaten Unternehmen, das sich auf "elektronische Methoden zur Verfolgung von Tieren in der Wildnis" konzentrierte, hat PNNL die Konstruktion des Sensorfischs rationalisiert, sodass Wasserkraftwerke auf der ganzen Welt Zugang zu ihren Daten erhalten.

"Es besteht ein großer Bedarf an Daten, die der Sensor Fish liefert", sagt ATS-Präsident Peter Küchle. "Ausgereifte Wasserkraftindustrien in den USA und Europa hoffen, die Betriebe zu modifizieren, um den Fischbestand zu sichern. In Europa bestehen Vorschriften darauf, diese Informationen zu prüfen, und sicherlich besteht Bedarf an Daten in aufkommenden Wasserkraftprojekten auf der ganzen Welt."

Fische sind seit jeher auf der ganzen Welt unterwegs, aber die globale Erwärmung hat ihre Bewegung unberechenbar und unberechenbar gemacht. Es ist nicht abzusehen, wann ein Damm plötzlich unter einer Flut von Fischen stehen könnte. Aus diesem Grund hilft ATS zusammen mit dem Sensorfisch bei der Entwicklung der Fischmarkierungstechnologie (Juvenile Salmon Acoustic Telemetry System (JSATS)) und seiner fortschrittlichen Decodersoftware. JSATS kann den Durchgang eines Fisches durch Dämme und in das offene Meer überwachen, während er dessen Verhalten im Auge behält.

Die Bedrohungen gegen Fische sind derzeit vielfältig. Je besser die Wissenschaftler verstehen, wie die vom Menschen aufgebauten Strukturen mit den Tieren interagieren, desto besser. Roboterfische werden wahrscheinlich eine große Rolle in diesem Verständnis spielen - realistischere Roboter wurden bereits verwendet, um die Realität auszuspähen.

Quelle: Greenwire

Tierroboter mit Kamera bei Warzenschweinen | Animatronics Video.

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